Wilhelm T. Runge's letter to Fritz Trenkle

Contribution to the History of Radar

 

The underlining is done by late Fritz Trenkle, as to emphasize key facts.

 

Transcription

Wilhelm T. Runge                                                                         Ulm 20.3.83

 

Lieber Herr Trenkle - vielen Dank für die Zusendung der Ablichtungen aus USA Zeitschriften, die ich aber schon mal gesehen habe. Viel Phantasie! Meine Unterlagen darüber sind leider bei einem Brande der Fabrik in Zehlendorf nach einem Luftangriff verbrannt. Aus sehr spärlichen Notizen geht aber hervor, dass wir im Sommer ‘35 eine öffentliche Vorführung auf dem Müggelsee gemacht haben, bei der auch ein Leitstrahl mit Dezimeterwellen über den See gezeigt wurde, auf dem ein Dampfer auf einen geraden Kurs geführt wurde. Dabei kamen auch cm Wellen zur Vorführung, die mit einer Barkhausen Kurz-Röhre erzeugt wurden, eine Technik die wir dann schnell fallen liessen.

Rückstrahlarbeiten sind bei uns bestimmt erst im Jahr 1936 aufgenommen worden, da habe ich meinem Taschenkalender eine kurze Notiz gefunden.

Ein Vortrag den ich in der Lilienthalgesellschaft gehalten habe, über die Möglichkeit der Entfernungsmessung aus dem Laufzeitecho, kam 1937 gewesen sein. Er führte zu einem Gestapo-Verfahren wegen Geheimnis Verrates, angezettelt von Künhold, das wurde aber von unserem Sicherheitsbeauftragten niedergeschlagen.

Die Bemerkung von Milch (Erhard Milch, Field Marshall, AOB) halte ich für durchaus möglich, warum auch nicht.

Mit freundlichem Gruss,

Ihr W. Runge

 

What can we learn from this letter to Fritz Trenkle?

First, that according to Runge’s reminiscence, Telefunken started working on radar about 1936. Consequently, not much earlier.

Second, Rudolf Kühnhold’s* denunciation initiated an investigation by the feared Gestapo (Geheime Staatspolizei). And, that Telefunken’s security watchdog could block further investigations brought against Runge. It underlines that in Germany, concealment on the radar subject was very strict. * Fritz Trenkle always pointed, that there existed two Kühnholds, one was Rudolf, who was engaged in German radar development. And, Wilhelm of Telefunken.

 

 

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